Dienstag, 11. Juni 2013
Schweizer DJ Star Remady bald "overkill" oder Hit
Internationaler Durchbruch oder Overkill!!!

Eines muss man sagen, die Songs von Remady und Manu-L sind wohl echt in allen CH Clubs präsent. Und das auch zu Recht. Bei Marc Würgler, wie Remady mit bürgerlichem Namen heisst, spielen 3 wichtige Faktoren für den Erfolg zusammen. Zu einem sein Talent als Produzent/Soundtüftler, eine Wahnsinns- Geduld und auf der anderen Seite ein begnadeter Songwriter wie Manu-L. Manu-L der ja mit seinem Projekt Myron, bereits vor der Zusammenarbeit mit Remady, grossen Achtungserfolge in der Schweizer Musikszene vorweisen konnte. Eigentlich ist es nur noch DJ Antoine, der da mithalten kann und darf. Beide haben eines gemeinsam. Wann tritt der Overkill ein?


Blättern wir mal das Buch zurück.

Remady’s Erfolg kam nicht einfach über Nacht. Klar gehört sehr viel Glück dazu. Doch zum Erfolg gehören auch Talent und viel Arbeit. Remady ist nicht der Noten lesende Musiker. Er spielt auch kein Instrument, was ihn von anderen abheben würde. Was er aber vorweisen kann, ist das Feingespür, Sounds zu kreieren und Klänge so zu filtern, dass sie einmalig sind.
Remady und sein ehemaliger Partner Player waren in der Musikszene keine unbeschriebene Blätter. Bereits 1999 erreichte die Schweiz das 2Step Fieber. Two Step gehört neben Drum and Bass und Speed Garage zu den einzigen, wirklich britischen Stilentwicklungen der (elektronischen) populären Musik. Dieser Musikstil war vor allem in Großbritannien sehr erfolgreich. 2 Step wurde bei uns vor allem mit den Charterfolgen von Artful Dodger, Craig David, MJ Cole und Wookie wahrgenommen. Die Schweiz stand diesem Musikstil ganz nahe.

Die 2 noch unbekannten DJ’s „Player and Remady“ bescherte uns als DJ Team, mit dem Label Sweet and Sexy, die besten 2Step Sounds und das in der kleinen Schweiz. Mit der UK Garage Produktion „Groovething“ schaffte es Remady sogar, zusammen mit der Sängerin Taylene, 2001 in die Charts. Ich mag mich noch gut an diesen Track und die Musik erinnern. Was mir vor allem auch blieb, war die unverkennbare Soulstimme von Taylene, mit der ich in den kommenden Jahren, ca. 7 Releases hatte. Auch hier hatte Remady wieder eine gute Nase!
Die unverkennbaren Sounds von Player und Remady machten 2005 auch DJ Antoine aufmerksam! Clever war Antoine als Marketingmaschine immer schon. So prägten jahrelang die Sounds von Remady (P&R) den Erfolg von DJ Antoine mit. Man darf fast schon sagen, dass die P & R Sounds aus schweizerischer Sicht „den Electro“ eingeleitet haben. Es gab wohl die nächsten 3-4 Jahre keine Antoine CD, welche nicht von den Sounds von P & R getragen wurde. „North Electro, Hype, Rush House“ um nur ein paar zu nennen. Diese Songs eroberten nicht nur die Schweiz Clublandschaft, sondern wurden von Mykonos, Moscow, Kiew über Polen in allen Clubs gespielt. Eddie Thoneick meinte einmal zwar abwertend, dass er mit dieser Art von Kirmes (Rummelplatz) Musik nicht viel anfangen könne. Doch die Club und Verkaufsrekorde gaben dem Team Recht. Remady machte mehrheitlich alle Remixe und Produktionen für Antoine’s Label Houseworks. Als Team bleiben sie sicher vielen Clubgängern in guter Erinnerung. Player das extravagante, coole Partytier. Und Remady der eher stille, aber Sound erfahrene Gegenpool.

2008 trennten sich die Wege von Player & Remady. Remady arbeitete für 2 Songs mit dem begnadeten Sänger „Jon“, Gewinner der Popstars Staffel/Skandinavien. Aus deren Co Arbeit entstanden für meinen Geschmack, zwei der besten (leider nur auf Antoine s CD released) Songs in der Karriere von Remady. „Honestly“ und „the way you kiss“.

Mit „no superstar“ kam der Erfolg. Zuerst nur als ein weiterer Achtungshit für die House Szene Schweiz belächelt, bis dann aber der Durchbruch kam. Belgien, Dänemark. Frankreich. Ein Plattendeal mit dem US Label Ultra Records. Aber was uns wohl allen geblieben ist – ist der geniale Video Clip! Ich denke die Adidas Sneakers haben gerade nochmals einen 3 fachen Bonus von „street creditbility“ bekommen. Und wenn man sich mal die Klicks auf YouTube anschaut, da können einige davon träumen!
„No superstar“ war auch die Einleitung der Zusammenarbeit und Erfolgsgeschichte mit dem Sänger Manu-L. Eine unverkennbare Stimme. Ein genialer Musiker. Mit an Bord auch der Songwriter Maury Pozzi, der bereits schon die 2005 Streetparade Hymne für Tatana – „today is tomorrow“ geschrieben hatte, aber auch für die Hits von Antoine s „Broadway“ , „all we need“ oder „Ma Cherie“ seine Bestes gab.

Die Schweiz haben sie erobert. Frankreich klopfte an die Tür wo „no superstar“ einer der meist gespielten Radio Songs war. „Give me a sign“ konnte kurzfristig mit dem Erfolg mitziehen. Doch die, aus der Zusammenarbeit mit Craig David. entstandene Single „do it on my own“, wie auch die nachfolgenden Songs wie: doing it right, higher ground, hollywood ending“ konnten nicht mehr an den Erfolg von „no superstar“ anschliessen. Einzig der Überraschungshit „Single Ladies“ eroberte die Hitparade in der Schweiz.
Um aber in Europa wirklich abheben zu können, braucht es den deutschen Musikmarkt. Zwar ist Remady mit allen Produktionen auf den Kontor CD s vertreten und die ist wahrlich mit ca. 30‘000 verkauften Einheiten eine goldene Gans, was aber fehlt, ist ein Top 10 Hit in Deutschland. Mike Candys oder DJ Antoine können hier ein Lied davon singen.
Der deutsche Markt öffnet Tür und Tore und das weltweit. Das Geld liegt heute in den Airplays und bei den DJ Gagen. Mike Candys spielte vor seinem „2012“ Hit, für ein Butterbrot. Heute, mit der Referenz von 2 Top Hits in den deutschen Charts, dürfte die Euro 10‘000 Grenze im Ausland überschritten sein. Gagentechnisch gehört das Team Remady und Manu-L zu den best bezahlten DJ s in der Schweiz. Nur der Hit blieb aus.

Vielleicht steht dieser nun vor der Tür. Ich konnte zuerst beim Pre-Release von „holiday“ nicht ganz warm werden. Jetzt noch zig Tagen wo meine Tochter „Rose Amber“ mir den Song unter die Nase hält, muss ich wirklich sagen: „das Ding hat es in sich“. Es enthält alles, was es zu einem Sommerhit braucht. Die Melodie verfolgt einen. Die Lyrics sind einfach und überschaubar und das Sommerfeeling macht den Rest. Auf iTunes haben die Beiden einmal mehr die Dancecharts erobert und behaupten sich verdient auf dem 1ten Platz.

Ich drücke Remady und Manu-L die Daumen, dass es jetzt klappt. DJ Bobo‘s Remake seines 90er Hits „somebody dance with me 2013“ ist leider nicht so abgehoben, wie man es erhofft hatte. Was wiederum eine riesen Chance für den Remady Event gewesen wäre, in Deutschland Fuss zu fassen. Aber manchmal haben Hits eine Art Warteschleife. Bei „ma cherie“ aber auch bei „no superstar“ war es so. Arm werden die Beiden trotzdem nicht.

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Freitag, 7. Juni 2013
DJ s Kult, Gagen und zerplatzte Träume
David Guetta Gage Euro 200‘000.—DJ Antoine Euro 22‘000.—Newcomer CHF 500.--

Wer träumt nicht davon wie , Tiesto, Avicii oder David Guetta vor tausenden von Partygängern seine Trackaufzulegen. Die Masse mit der Musik zum Kochen zu bringen. Der Star zu sein. Wer in den 70er, 80er, 90er sich noch Rockstar nennen konnte, der ist heute weg vom Fenster. Ausser natürlich die Geldmaschinerie wie die Rolling Stones, U2 oder auch Depeche Mode. Der heutige Rockstar ist ein DJ.
Und da geht es um viel Geld. Die Gagen Gag bewegen sich bei einer Buchung zwischen 50‘000 – 250‘000 Euro. Da klingt unser Schweizer Export wie DJ Antoine mit ca. 24‘000 Euro Auslandsgage ja fast schon wie ein Butterbrot. Noch vor einigen Jahren war Europa der Schmelzpunkt der DJ Metropolen. Ibiza, Mykonos und viele andere Partydestinationen waren der Ursprung von Sommerhits. Hier wurden DJ s gefeiert, die Tracks und Songs auflegten, noch bevor Amerika die elektronische Musik für sich entdeckte. Ganz klar war der DJ „meltpot“ der Musikszene Europa. Amerika ist durch den Erfolg der Black Eyed Peas und deren Mitproduzenten Guetta auf Elektronische Musik aufmerksam geworden. Wo Tiesto und Co früher noch in Nischen-Musikprogrammen und Radiosendern gespielt wurden, ist es heute Maintime. Heute gibt es mittlerweilen keine reinen R & B Künstler mehr, die auf ihre angestammte Black Music setzen. Usher, Will i.am, Chris Brown, Rihanna, BEP klingen heute mehr nach elektronischer Dance Musik als Jahre zuvor.

Die DJ Gagen
Schuld an den ganzen überteuerten Gagen der Superstar, ist Amerika. Das neue Ibiza heisst „LAS VEGAS“. Tiesto, einer der wohl bekanntesten DJ s der Welt, macht erstmalig keinen Halt mehr auf Ibiza, sondern zieht direkt an die Festivals in Las Vegas. Früher waren es Spektakels wie Varieté, Zaubershow, Zirkus, Rollercoasters von den Skybuildings hinunter. Heute heisst die Geldmaschinerie DeeJay und Festival! Klar doch. Der Antriebsfaktor heisst Gage und Geld. In einer Zeit, wo die Künstler und Artisten durch den illegalen Download immer weniger verdienen, heisst die Geldeinnahme Quelle „DJ Performance“ & Marchandise. Mal schauen, wie viele Top DJ s sich in diesem Jahr nach Europa verirren werden? Ich denke nicht, dass die Organisatoren unserer elektronischen Festivals in der Lage sein werden, diesen Gagen nachzukommen. In Las Vegas sind die DJs die neuen Varieté-Shows, wenn man so will. Das ist nun mehr Jahrmarkt, Spektakel, Zirkus. Da dreht es sich gar nicht mehr um die Musik. Liveauftritte werden für die Künstler außerdem immer wichtiger, weil immer weniger Musik "gekauft wird". Die Frage drängt sich einfach auf: Wann kommt diese Blase zum Platzen? In der Schweiz sind die DJ Gagen 2012/2013 massiv zusammengebrochen. Da-Nos, Sir Colin, Christopher S aber auch unsere R & B Gilde mussten da wohl einige Anpassungen vornehmen. Und doch sind die Gagen im Leistung /Referenzen Vergleich zu den Top Shoots in Deutschland (D.O.N.S, Thomas Gold, Bingo Boys, Eddie Thoneick, Tocadisco oder Klaas) immer noch überhöht!!!

Der Traum DJ zu sein?
Ganz klar, dass der Anreiz grösser denn je ist. In der heutigen Zeit, wo die Musik mit einem Knopfdruck, ohne zu bezahlen, auf den eigenen Server geladen wird. In einer Zeit wo Prestige, Anerkennung und Ruhm nicht mehr einfach so im Beruf geholt werden kann. Da ist der Wunsch, ein Rockstar zu sein, wohl ganz nahe. DJ zu sein, dass ist was anderes, als jeden Montag ins Büro zu gehen und nach dem Motto zu leben: „living for the weekend“!

Star DJ zu werden – führt wohl oder übel über den Passus „Newcomer DJ“. Und eines vielleicht als Rat vorweg: „lasst es vielleicht besser bleiben" – weil, wie mir die vielen Schreiben bewiesen haben, wurden da einige Träume sehr schnell wie bei einer Seifenblase, abrupt zerplatzt.
Der Newcomer DJ als die Milchkuh für den Club oder Eventveranstalter?
Irgendwie hat es was. Mittlerweile werden die jungen DJ s nur noch gebucht, wenn diese eine Friendlist vorweisen können. Facebook ist voll damit. Spam von Einladungen zu der wohl besten Party gehen zu müssen, haben wir alle jeden Tag im Überfluss in unseren Mailboxen. Auch die Rimini oder Loret del Mar „Carreisen“ funktionieren nach demselben Schema. Die Newcomer dürfen gerne auflegen in einem Top Club, wenn diese Freunde und Kollegen für eine Carfahrt oder eine Buchung am Strand begeistern können. Ich nenne das: „pay to play“. Die Konkurrenz für ein Booking war auch in den Zeiten des „Vinyls“ unter den DJ’s gross. Ach ja, Vinyl sind die „schwarzen Dinger mit dem kleinen Loch, welche man auf den Plattenspieler gelegt hat". Doch heute, wo es DJ‘s an jeder Ecke gibt, ist es noch unüberschaubarer geworden. Eigentlich schade. Ich habe einige neue, junge DJ s kennengelernt, die hatten nicht nur das Gespür, sondern auch Leidenschaft für die Musik. Doch das alleine bringt einen nicht weiter. Beziehung oder das trendige Wort „social Merchandise and comunity“ sind heute die Zauberworte. Auf meinen Aufruf bezüglich den Erfahrungen von Newcomer DJ’s, haben sich aber auch einige Clubbesitzer gemeldet und haben mir geschildert, dass es auch viele „Neu“ DJ Anfragen gab, welche schon vorweg eine Gagenvorstellung von Euro 200.-- – Euro 400. — bekunden.


Interessant war auch diese Aussage eines DJ s der auch schon einige Jahre an Erfahrungen auf dem Buckel hat.

Den 16-jährigen wird jetzt schon vorgegaukelt, dass man über „Fame und Glam“ verfügen muss, um auf dieser Welt etwas zu erreichen und dass man dann erst etwas wert ist. Wahre Werte wie Treue, Loyalität, Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit im Beruf, der Freundschaft fernab von Clubs, Familie etz verlieren an Bedeutung.

Fazit:

Newcomer DJs werden es in Zukunft noch schwerer haben. Solange die Clubs selber nicht wieder „Eigenverantwortung“ in ihre Promotion und auf musikalische Qualität setzen, wird sich nichts ändern. Aber es gehört auch ein eigener Druchsetzungswille für die neue Generation der DJs dazu. Nicht einfach aufzugeben sondern zu kämpfen für einen Traum. Auch wenn es manchmal fast schon auswegslos ist, soll man durchhalten. Das bezieht sich auf s ganze Leben. Ob Beruf oder Leidenschaft für ein Hobbie.

Es ist und war nie einfach „Ruhm“ oder Erfolg zu erlangen. Es ist aber auch für viele erfolgreiche Künstler nach dem Nummer 1 Hit kein einfaches. Der Druck ist enorm. Unsere Künstler wie DJ Antoine & Mike Candys können ein Lied davon singen. Und auch hier sind viele an dem Druck und den Erwartungen zugrunde gegangen. Europäisches Beispiel : Falco.

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Sonntag, 2. Juni 2013
Der beste Hochzeitssong. Eine Auswahl
Welches Hochzeitslied?
So manch ein Hochzeit DJ wird mit dem konfrontiert.
Es ist eine weithin bekannte Tatsache, dass sich Paare den Kopf zerbrechen welche Musik sie nun durch diesen denkwürdigen Tag begleiten soll.

Welche Songs für Sie eine ganz besondere emotionale Note an Ihrem Event geben können.

Ich habe mir einige Gedanken gemacht welche Songs immer wieder gewünscht werden oder welche einen besonderen Bezug zu den Paaren haben. Klar sind die Geschmäcker verschieden, aber dennoch erkennt man immer wieder dieselben Gleichheiten in der Musik heraus. Klar gibt es gewisse Unterschiede von Land zu Land.
Doch einige Songs scheinen echt Länder übergreifend, die Beziehungen zu Verbinden.
Ich denke, es ist die Verbindung der Worte, der Erinnerung und der Musik an unvergesslich Momente die waren und die kommen werden. Musik kennt keine Grenzen.

Hier ein paar Beispiele :

Calvin Harris feat. Ellie Goulding – I Need Your Love
Robbie Williams – She s the one
Silbermond – Das Beste
Elton John – can you feel the love tonight
Rightous Brothers – Unchained Melody
Josh Groban – you raise me up
Elvis Presley – I can t help falling in love with you
Frankie Valli and the 4 Seasons – can t take my eyes off you
New edition – with you all the way
Etta James – at last
laura pausini la prospettiva di me
Bryan Adams – everything I do
Chrsitina Perri - A thousand years
Take that - back for good
Morris Albert - Feelings
Glenn Medeiros - Nothing gonne change my love for you
Bette Middler – the rose
Karel /Svoboda – Aschenbrödel (Hier haben sicher die Frauen mehr Bezug dazu )
Shania Twain – from this moment
Peter Gabriel – The Book Of Love

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